Ernährung bei Fettstoffwechselstörungen - So bringen Sie Ihre Blutfettwerte nachhaltig ins Gleichgewicht
Die Ernährung bei Fettstoffwechselstörungen spielt eine entscheidende Rolle, um Cholesterin- und Triglyceridwerte nachhaltig zu regulieren. Das Tückische: Oft verursachen sie lange Zeit keine Beschwerden und bleiben daher unentdeckt. Die gute Nachricht ist, dass Sie mit einer gezielten Ernährung und einem gesunden Lebensstil Ihre Blutfettwerte deutlich verbessern können – häufig sogar ohne oder mit weniger Medikamenten.
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Inhaltsverzeichnis
Was sind Fettstoffwechselstörungen?
Bei Fettstoffwechselstörungen ist der Transport und die Verwertung von Fetten im Körper gestört. Auffällig sein können:
erhöhtes Gesamtcholesterin
erhöhtes LDL-Cholesterin („schlechtes Cholesterin“)
erniedrigtes HDL-Cholesterin („gutes Cholesterin“)
erhöhte Triglyceride
erhöhtes Lipoprotein(a) (genetisch bedingt)
Bleiben diese Werte dauerhaft erhöht, steigt das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Anpassung des Lebensstils.
Warum Ernährung eine Schlüsselrolle spielt
Eine langfristig gesunde, alltagstaugliche Ernährung kann:
Blutfettwerte verbessern
das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken
die Wirkung von Medikamenten unterstützen
Entzündungswerte, Blutzucker und Wohlbefinden positiv beeinflussen
Auch eine Gewichtsreduktion von 5–10 % kann messbare Verbesserungen bewirken – insbesondere bei erhöhten Triglyceriden und Bauchfett.
Ernährungsempfehlungen bei erhöhten Triglyceriden & Fettleber
Diese Lebensmittel sind besonders zu empfehlen
Bei Hypertriglyceridämie und Leberverfettung ist eine kohlenhydratmodifizierte, ausgewogene Kost besonders wirksam.
Grundprinzipien:
hoher Verzehr von Gemüse, Ballaststoffen und ausgewählten Proteinquellen (z.B. Fisch, zuckerarme Milchprodukte)
Gesunde Fett gezielt einbauen
moderate Kohlenhydratzufuhr und gleichmäßige Kohlenhydratverteilung über den Tag (z. B. 5 kleine Mahlzeiten)
- sparsamer Umgang mit Zucker, Fruchtzucker, Süßigkeiten und Weißmehl
vollständiger Alkoholverzicht
langsame Gewichtsreduktion (max. 500 g pro Woche)
- regelmäßige Bewegung und Rauchverzicht
Gemüse & Salate
Alle Sorten, idealerweise täglich 3-4 Portionen. Sie liefern Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
Obst
1–2 Portionen pro Tag, möglichst nicht als Saft, um Fruchtzucker zu begrenzen.
Vollkorn & Kartoffeln
In moderaten Mengen. Bevorzugen Sie Hafer, Vollkornbrot, Naturreis. Resistente Stärke nutzen.
Gesunde Fette
Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl
Nüsse und Samen wie Mandeln, Kürbiskerne, Leinsamen
Fisch (Hering, Lachs, Makrele)
Eiweißquellen
pflanzlich: Hülsenfrüchte, Soja, Tofu, Tempeh
tierisch: fettarme Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch in kleinen Mengen
Getränke
Wasser, Mineralwasser und ungesüßter Tee sind die beste Wahl.
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Diese Lebensmittel besser meiden
Alkohol (insbesondere bei hohen Triglyceriden strikt vermeiden)
Zucker, Honig, Fruchtzucker, Sirupe
Süßigkeiten, Gebäck, Backwaren
Weißmehlprodukte
stark verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte
fettreiche Wurstwaren, Butter, Sahne, Schmalz
Ballaststoffe: ein unterschätzter Helfer
Ballaststoffe – vor allem lösliche – binden Gallensäuren und fördern die Cholesterinausscheidung. Ziel sind 30–40 g Ballaststoffe pro Tag, z. B. aus:
Gemüse
Hülsenfrüchten
Vollkorngetreide, Hafer
Samen und Nüssen
Lebensstil nicht vergessen
Neben der Ernährung sind weitere Faktoren entscheidend:
Bewegung: mindestens 150 Minuten pro Woche
Stressreduktion: z. B. Atemübungen, Yoga
Schlaf: ausreichend und erholsam
Rauchverzicht: verbessert HDL-Cholesterin
Fazit
Fettstoffwechselstörungen und erhöhte Triglyceride lassen sich in vielen Fällen durch eine gezielte Ernährung und einen gesunden Lebensstil deutlich verbessern. Entscheidend ist keine kurzfristige Diät, sondern eine nachhaltige, individuelle Umstellung, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Kleine Schritte können dabei große Wirkung zeigen – für Ihre Gefäße, Ihr Herz und Ihr langfristiges Wohlbefinden
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